Warum haben wir so lange nicht geschrieben

Eine gute Frage, auf die es viele Antworten gibt. Eine davon, die wichtigste: Zeit - und die fehlte.
Und mittlerweile ist sehr viel passiert.
Bei den Kindern werfen grosse Dinge ihre Schatten voraus - Wechsel und die berufliche Zukunft stehen in naher Zukunft an.
Wie für die Kids ist das für ElternĀ - vor Allem, wenn es zum ersten Mal ist - wohl immer eine spannende Zeit.
Manchmal aber auch etwas stressig. Es sind mordsmässig viele Gedanken in Richtung berufliche Zukunft und ich muss gestehen, viel mehr, als ich mir in meiner Jugend gemacht habe, als es um meine eigene ging…
Und heute stelle ich fest, dass ich wohl viel Glück in meinem beruflichen Leben gehabt habe.
Ok, ich war nicht einfach Nutzniesser irgendwelcher Zufälle oder glücklicher Umstände, ich habe nicht wenig dafür getan.
Aber um die Zukunft der Kids mach ich mir zugegebenermassen doch durchaus Sorgen-
Ich hoffe nicht zu Recht.
Was wir aber sicher unter allen Umständen versuchen, ist, ihnen klar zu machen, worum es wirklich geht und das man den Arsch hochnehmen muss.
Wenn ich manchmal von einem Freund, einem Berufsschullehrer höre, wie die Auszubildenden manchmal drauf sind, scheint es mir gerade daran zu mangeln.
Aber das ist unsere Pflicht - aber auch unser Recht und damit unsere Chance.
Und die lass ich mir von keinem Lehrer, keiner Schule und keinem Amt nehmen.
Ich bin noch immer davon überzeugt, dass jeder seines Glückes Schmied ist - auch unsere Kinder! Wir müssen sie aberĀ dabei unterstützen und dürfen sie nicht allein lassen.
Und mannchmal müssen wir sie auch pushen und dabei das Gleichgewicht halten um nicht in Zwang zu verfallen.
Wir sind stolz auf unsere Kids und zeigen es ihnen auch - natürlich nicht immer ;-)

Das ist für mich Zukunft!

In dem Zusammenhang fällt mir ein Gedicht von Hermann Hesse ein, das ich in letzter Zeit gleich zweimal als Widmung verwendet habe….

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and’re, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Gute Nacht und bis zum nächsten Mal-

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